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Es war ein Tag wie jeder andere, ich sah´s in meinem Zimmer und las ein dickes Buch, das mindestens genauso alt war wie ich. Ich liebte Bücher deshalb war es noch in einem sehr guten Zustand, worauf ich stolz war. Als jemand an meine Zimmertür klopfte, lugte ich hinter meinem Buch vor und starrte die Tür an. Meine Eltern waren nicht daheim, also konnte es nur Luke sein, was er wohl wollte? "Herein!" Langsam ging die Tür auf und der nun Erwachsene Luke kam herein. Er war nichtmehr der kleine Bruder der in mein Bett krabbelte wenn er schlecht träumte, der junge, der so viel jünger war als ich. Nein, sein etwas längeres schwarzes Haar und diese dunkelblauen Augen die einem in die Seele zu sehen schienen waren alles andere als kindlich. "Du liest?" seine Stimme, die so dunkel und gefährlich war ergab für mich keinen Sinn. Er fragte mich ob ich las? Das war der Grund seines Kommens? Mehr nicht? Ich starrte ihn völlig verwirrt an. "Du siehst doch das ich lese, wieso fragst du mich dann?" Seine Mundwinkel verzogen sich und bildeten ein lächeln auf seinem wunderschönen Gesicht, das einem dahinschmelzen lies. "Ja ich sehe es, aber ich wollte nur höflich sein" Misstrauisch zog ich eine Augenbraue nach oben und klappte vorsichtig mein Buch zu. "Warum solltest du gerade jetzt höflich sein? Und warum bist du überhaupt hier? Das letzte mal das du dich freiwillig in meine nähe begeben hast, war vor mindestens hundert Jahren, also warum?!" Luke zuckte kurz mit den Schultern, trat nun ganz in mein Zimmer ein und schloss die Türe hinter sich. "Ich weis nicht genau, vielleicht bin ich jetzt nur erwachsen genug um es zu verstehen. Und da meine Eltern weggefahren sind…" er betonte meine, was sollte das, verflucht noch mal? Ja ich war nicht ihr Sohn... oder Tochter besser gesagt, aber musste er mir das so unter die Nase reiben? "Deine Eltern?! Ich habe nicht das Recht sie so zu nennen oder was? Bist du froh das ich nicht ihr Fleisch und Blut bin?" Ich war wütend und verletzt, doch er nickte nur gelassen und schaute mich dabei mit seinen tiefblauen Augen an. "Ja, ich bin über glücklich das du nicht meine Schwester bist…" ____________________________________________________________________
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